Meisterstück, die Story dazu

Rückblickend eine eher spinnerte Idee. Jedoch gerade Kanten und gefalzte Ecken gab es Zuhauf und es sollte doch möglich sein etwas zu schaffen was es so bisher nicht gegeben hatte zumindest als Meisterstück.

So entstand dieser CAD gezeichnete Plan.

Vorderansicht

Draufsicht und Seitenansicht.

Eigentlich überflüssig zu erwähnen das CAD hier der viel aufwändigere Prozess war dieses Meisterstück in einer Zeichnung festzuhalten.
Eine Schlange fotografieren und schwarz-weiß Filter darübergelegt, ein paar Grobmaße dazu und es hätte für die Zustimmung der Prüfer wohl auch gereicht.

Relativ locker bin ich die weiteren Aufgabenstellung angegangen, eigentlich habe ich lange nichts gemacht und kurz vor der Prüfung dann in einigen nächtlichen Aktionen den Holzklotz entsprechend vorbereitet.

Rohmaterial, taugt zum Autotieferlegen da noch sehr nass.

Die unterschiedlichen Rundungen waren für den Körper der Schlange notwendig um nach dem Treiben mit dem Holzhammer das Material wieder zu schlichten.

Erste Muster sind erkennbar

Die Urform war fertig, rückseitig die Rundungen integriert damit nicht wieder ein Schwertransporter benötigt wird für den Transport.

Der erste und gleichzeitig letzte Versuch vor der Prüfung für den Schlangenkörper, naja wäre wohl wirklich besser gewesen ich hätte mich etwas besser vorbereitet

Die Abwicklung wiederum fiel recht einfach aus!

Nach ein paar Tagen dann ging die Prüfung auch schon los...

Das Rückteil war Tricky und Kaffee mein ständiger Begleiter. Die Hämmer lagen dort jedoch nicht nur zur Zierde aber der Mensch hat komischerweise nur 2 Hände das war unpraktisch.

Es schlängelte sich so langsam aber mir ist bis heute nicht klar warum ich nicht vorher beantragt habe einen Teil der Schlange bereits zur Prüfung fertig mitzubringen, schliesslich war es Praxis das die Prüflinge die kniffligen Aufgaben unter Aufsicht herstellten und langwieriges Geklopfe auch daheim stattfinden darf.

 Ausgeglühtes Rückteil, nur noch Fix die Struktur einschlagen und dann zusammenschweißen, hört sich eigentlich ganz Easy an.

Werkzeugtisch, die Ordentlichkeit am Arbetisplatz wurde anscheinend wohl auch benotet...

Und nachdem die Prüfungslehrer der Meinung waren "Jawohl, das reicht" durfte dieses Exemplar der Königskobra auch in der Ausstellung gezeigt werden.

Hier der gesamte Austellungsstand in der Übersicht.

Kleine Anekdote am Rande, die Prüfer kamen anschliessend zu mir und meinten noch nie wäre eine komplette Prüfungswoche derart lautstark mit Hämmern vonstatten gegangen und Sie würden es aus technischer Sicht und auch aus Rücksicht auf die anderen Prüflinge in Zukunft nicht mehr zulassen derartige meisterstücke am Stück hämmern zu lassen. Die Zeitvorgabe war mit maximal 45std. angesetzt, ich habe jedoch 52,5std. benötigt, das gab in der Endnote dann sicherlich einen satten Punktabzug.

 

Die Bildqualität bitte ich zu entschuldigen, 2002 war noch der Anfang der Digitalfotografie entsprechend sehen die Bilder auch aus!